Robert Puczynski

Iconic Continuum

Text zur Ausstellung "IX iconic continuum" in der Pallazzo Cecchini / Cordovado / Italien 2011

Das Holz ist die "magische Materie, die zur Alltäglichkeit bereit"* ist. Als rein formbares Material, bekommt es durch die künstlerische Verarbeitung das neue Zeichen das den [gewöhnlichen] Ursprung der Materie medialisierend darstellt. Mit dem "Weich machen" der rohen Materie im ars plastica-Konzept vom Robert Puczynski beginnt der Prozess der ästhetischen Formprägung im Unbestimmten (aoriston). Das formbare Holz korrespondiert mit dem formgebenden Akt des Künstlers, dem Puczynski eine präsentisch-zeitlose Gestalt verleiht. Seine bildende Schöpferkraft gipfelt sich im Rhythmen bildenden "Überziehen" der Baumrinde, das als rezeptive Plastizität die Unendlichkeit des ikonischen Kontinuums postuliert.

Dr. Bozo Raic



* Roland Barthes, Mythen des Alltags. Surhkamp, Frankfurt a. M. 1964, S. 81.