Robert Puczynski

Abstraktion

Text zur Ausstellung „Abstraktion“ in der Stadtgalerie Salzburg 2015

Robert Puczynski, 1968 in Polen geboren, kam 1990 zum Studium an die Akademie der bildenden Künste Wien. Sein Ansatz reiht sich in die Folge der österreichischen Nachkriegsskulptur seit Fritz Wotruba ein. Ausgehend von der menschlichen Figur, von dem Thema des stehenden oder liegenden Körpers, entwickelte Puczynski eine eigene Formensprache und ein eigenes Gespür für Materialität. Sein Weg der Abstraktion ist eine Suche nach der reduzierten, essenziellen Charakteristik in der Form, die Rückschlüsse auf das „Frühere“, „Ursprüngliche“ zulässt. Schritt für Schritt nähert er ich dem Kern seiner Skulpturen, dem Innersten seiner Formen, dem Dichtesten seiner Aussage. Jedes Zuviel wird getilgt, jede Redundanz auf das Wesentliche komprimiert. Das archaische Material des gewachsenen Holzes kündet ebenso von der Substanz der abstrahierten Figur, wie das banale Material von gefundenem Karton, welches auf seine optischen Möglichkeiten hin untersucht und in dreidimensionale geschnittene, gefaltete, geknickte Raumformen übergeführt wird.

Dr. Margit Zuckriegl